Schwarzknopf-Höckerschildkröte, Graptemys nigrinoda

Die Schwarzknopf-Höckerschildkröte Graptemys nigrinoda unterscheidet sich in der Haltung nicht grundsätzlich von der auf dieser Homepage für die häufigen Höckerschildkröten-Arten beschriebenen.

Es gibt zwei Unterarten, die Nominatform Graptemys nigrinoda nigrinoda wird relativ häufig im Aquarium gepflegt. Die Delta-Höckerschildkröte, Graptemys nigrinoda delticola, wird extrem selten in Europa gepflegt, daher beschränke ich mich an dieser Stelle auf die Graptemys nigrinoda nigrinoda.

Ein entscheidener Unterschied zu manch anderen Höckerschildkröten ist die Endgröße der Tiere, Schwarzknopf-Höckerschildkröten bleiben wesentlich kleiner als die im Tierhandel angebotenen Arten. Dies macht sie für die Aquarienhaltung zu Recht sehr beliebt. Männliche Graptemys nigrinoda nigrinoda erreichen höchstens eine Panzerlänge von 12 cm, meine Männchen sind sogar etwas kleiner, nichteinmal 10 cm lang. Weibchen werden laut Literatur 16 cm lang, mein Tier ist mit einer stolzen Panzerlänge von 18,5 cm ein wahrer Riese seiner Art. Das folgende Foto zeigt mein Weibchen und eines meiner Männchen im Größenvergleich:

Die Heimat der Schwarzknopf-Höckerschildkröte ist der Süden der USA. Sie bewohnt dort folgende Flüsse: Alabama-, Tallapoosa-, Coosa- und Tombigee-River

Der wichtigste Unterschied bei der Haltung ist dass die Schwarzknopf-Höckerschildkröte aufgrund ihres südlicheren Verbreitungsgebietes höhere Wassertemperaturen benötigt und nicht ganz so kühl überwintert werden muss wie andere Höckerschildkröten. Hier als Anhaltspunkt mögliche Wassertemperaturen und Beleuchtungslängen im Jahresverlauf:

 Wassertemperatur in °CBeleuchtungslänge in Stunden
Januar100
Februar153
März207
April2210
Mai2412
Juni2613
Juli2814
August2612
September2410
Oktober207
November153
Dezember100

Schlüpflinge sind zunächst ehr gräulich gezeichnet, später bekommen sie die grünliche, schöne Panzerzeichnung. Direkt nach dem Schlupf wirken die Höcker auf dem Rücken riesig, sie wachsen jedoch kaum bis gar nicht mit. Bei großen Weibchen sind sie später nur noch ansatzweise zu erkennen. Direkt nach dem ein Schlüpfling sich aus dem Ei gepellt hat, sind die äußeren Panzerschilde sind noch nach unten gebogen, aufgrund der Enge im Ei.

Auf diesem Bild sieht man schön wie sich die Färbung der Jungtiere nach dem Schlupf ändert. Die grauen Schlüpflinge (unten) sind zwei Tage alt, die oberen dunkleren Höckerschildkröten sind bereits zwei Wochen alt.

Und alle noch einmal von unten: